Endspurt und ein Neuanfang?

Kennt ihr das Sprichwort, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen zu können? So fühle ich mich momentan, denn zurzeit ist so einiges in meinem Leben los.

Ich schreibe mehr oder weniger gerade an meiner Magisterarbeit, befülle meinen Blog und mache nebenbei noch ein Praktikum. Oft bleibe ich stehen und frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Mittlerweile studiere ich schon knapp 4,5 Jahre und um ehrlich zu sein ist das Ende, oder nennen wir es besser das Ziel in greifbarer Nähe. Der größte Teil liegt zwar noch vor mir (das Schreiben und die Prüfung), aber bald bin ich mit der Universität fertig und dann?

Diese Diskussion führe ich nicht nur mit mir selbst, sondern habe in meinem Freundeskreis in letzter Zeit häufiger gemerkt, wie es auch ihnen so geht und sie sich fragen, was mache ich denn jetzt? Ein neuer Lebensabschnitt ist in greifbarer Nähe und damit ist auch verbunden, einen Schritt in die Zukunft zu gehen und auch ein Stück Jugend zurück zu lassen. Viele Bekanntschaften die man über die Jahre gemacht hat und viele Wege die sich wieder trennen, weil man in unterschiedliche Städte zieht. Viele schlaflose Nächte und Massen an Koffein. Doch all das hat sich schlussendlich ausgezahlt und ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, wenn ich die Arbeit abgeben kann, die Prüfung schaffe und mit meinem Zeugnis in der einen Hand und einem Glas Sekt in der anderen dieses Kapitel abschließen und feiern kann.

Doch irgendwie ist zwischen diesem ganzen Gefühls Wirrwarr auch ein Stückchen Furcht vor der Zukunft dabei. Wo werde ich wohl landen und was wird noch auf mich warten? Während Freunde die nicht studiert haben schon viel weiter sind (Haus, Kinder) halten wir ein Zeugnis mit einem Titel in der Hand und müssen uns das alles erst erarbeiten. Was wenn man nicht eingestellt wird? Die Blase, in der man während der Studienzeit noch lebt wird mit dem Abschluss aufgebrochen und irgendwie war es doch tröstlich zu wissen, wenn es mit dem Job nicht so klappt oder man vielleicht nicht gleich etwas findet, zurück in die Blase zu krabbeln und sich ohne finanzielle Schwierigkeiten sortieren zu können. Jetzt wo auch bei vielen die ich kenne die Studienzeit zu Ende geht und man ab dann „erwachsen“ sein sollte, kommt die Frage auf: Bin ich bereit für die Welt? Ist die Welt bereit für mich?

Doch so sehr man sich in diese Frage hineinsteigern und sie in Millionen Einzelteile zerlegen könnte, bleibt eigentlich nur eins das man tun kann. Vertrauen zu haben und:

 

„Einatmen. Ausatmen. Anlauf nehmen und ins ungewisse Springen.“

 

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3 Kommentare zu „Endspurt und ein Neuanfang?

  1. Hallo 🙂
    Interessanter und vor allem ehrlicher Beitrag 🙂 ! Die Zukunft ist doch immer ungewiss, man weiß nie was kommt… Lass dich einfach überraschen und bleib positiv und viel Glück bei deinen bevorstehenden Prüfungen 🙂

    Liebe Grüße
    Flora
    thebabblecorner

    Gefällt 1 Person

  2. Schöner blogpost Jennifer! Gefällt mir ausgesprochen gut dass hier nicht nur die große Euphorie – hurrra ich habs geschafft – sondern auch das „was dann?“ angesprochen wird! Außerdem: glaub bitte ja nicht irgendwann im Leben ist damit Schluss – selbst mit knapp 50 hinterfragt man de Öfteren sein tun (und bleiben lassen)…
    dir alles gute, U.

    Gefällt 1 Person

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