Konsum, Konsum, Konsum

„Oh, ist dieser Pulli hübsch, den muss ich unbedingt haben.“ Diesen Satz hat man aus meinem Mund schon gefühlt hunderttausendmal gehört und doch bin ich in letzter Zeit etwas nachdenklicher geworden, wenn es um das Thema Konsum geht.

Ich öffne meinen Kleiderschrank und stehe wie angewurzelt davor. „War da schon immer so viel Mist drin?“, eine Frage an mich selbst, denn egal wie oft ich hineinsehe, so richtig gefallen tun mir die wenigsten Sachen. Das hundertste weiße T-Shirt und die zehnte Jeans in dem dunklen Blau starren mich regelrecht an und ich frage mich selbst: „Muss ich wirklich immer und immer mehr Klamotten oder Makeup kaufen, obwohl doch mein Schrank fast überläuft?“

Ich muss dazu sagen, dass ich schon öfter über dieses Thema nachgedacht habe, aber nie so intensiv wie in letzter Zeit. Der Hype Minimalismus streut ja momentan sowieso durchs Netz und auch in meiner Umgebung leben immer mehr Menschen minimalisitisch. Nur ich bisher nicht. Ich gehe einfach gerne einkaufen muss ich zugeben. Ein neues Teil zu finden und dann mit nach Hause zu nehmen, war schon seitdem ich mein erstes eigenes Geld verdient hatte, immer ein wahnsinnig tolles und gleichzeitig auch ein euphorisches Gefühl. Allerdings hat sich diese erste Euphorie recht schnell wieder gelegt, manchmal sogar schon unmittelbar nach dem Kauf.

konsum

Ich liebe es auch neue Produkte zu testen, was ebenfalls dazu führt, wie ein Marketingopfer durch die Regale zu laufen und sich in das ein oder andere Produkt zu verlieben und zu denken: „ICH BRAUCHE DAS!!“ Doch als ich so meine Makeup Schublade das letzte Mal aufgemacht habe, habe ich nur eins gesehen, zuuuuuu viele Produkte. Ich schminke mich so gut wie immer mit denselben Produkten und habe trotzdem so viele Lidschatten, dass ich für mein ganzes Leben genug hätte.

Ich schloss die Schublade und wurde nachdenklich, warum kaufe ich all diese Sachen und das zweite was mir in den Sinn kam, ICH HÖRE DAMIT AUF.

Ab jetzt kommt in meinen Kleiderschrank nur noch ausgewählte Kleidung, die ich entweder WIRKLICH brauche, oder aber mir so wahnsinnig gut gefällt, dass sie mit darf. Spontan-Käufe und Shopping-Eskapaden sollen ab jetzt keine Rolle mehr in meinem Leben spielen. Ich habe eingesehen, dass ich wirklich nicht alles immer kaufen muss, nur weil es mir gefällt und es nicht nur meinem Geldbörserl gut tut, sondern auch der Umwelt! Ich bin froh, dass ich diesen Entschluss für mich gefasst habe, ganz ohne schlechtes Gewissen. Ab jetzt kommt nur noch etwas Neues in mein Zuhause, wenn dafür etwas Altes geht!

 

Wie seht ihr dieses Thema? Ich freue mich über eure Nachrichten!

 

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9 Kommentare zu „Konsum, Konsum, Konsum

  1. Das hinterfrage ich gerade auch.Der Weg zu bewusstem Umgang mit Konsum, möchte ich finden, indem ich ab heute nichts mehr konsumiere,für ein Jahr,außer die Dinge des täglichen Bedarfs.Es wird sich zeigen,wie dieses Verhalten meine Sicht verändert bzw. mein Kaufverhalten für die Zukunft beeinflusst.Ich werde hier meine Gedanken mit Euch teilen :)..übrigens sehr interessanter Artikel!

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  2. Es führte bei mir zu einem bewussteren Konsum, einer Einsparung von Geld und mehr Freiheit.
    Die Dinge engen mich nicht mehr so sehr ein wie früher.
    Schreibe eine Wunschliste für Dinge, die ich kaufen will und warte mindestens zwei Wochen bin zum Kauf. Oft haben sich die Sachen dann schon erledigt

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  3. Ich kann deinen beitrag nur unterschreiben. Mir geht es genauso.
    Vor einigen Wochen habe ich deswegen knallhart den Kleiderschrank und den Kosmetikkram ausgemistet und nur noch das behalten was ich tatsächlich trage / benutze.
    Mein Spiegelschrank und mein Kleiderschrank sind jetzt fast leer,aber ich vermisse seit Wochen gar nichts.
    So fühlt es sich einfach besser an. (mal abgesehen von dem ganzen geld was man spart)

    Meine aussortierten Sachen habe ich übrigens bei ebay verkauft und an freunde verschenkt. Zum wegwerfen waren sie zu gut….

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    1. Vielen lieben Dank für dein Feedback ❤ Da hast du recht, wenn man nicht so viel Auswahl hat fällt es einem auch gleich viel leichter etwas zu finden, weil man sowieso nur noch die Dinge hat, die man gerne anhat 😉 Wünsch dir einen wunderschönen und hoffentlich auch sonnigen Samstag ❤

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  4. liebste beatricella,
    per zufall bin ich nach einer meiner ausgiebigen internet-touren auf deiner seite gestrandet.
    die thematik, mit der du dich beschäftigst, finde ich ebenfalls sehr spannend und es freut mich sehr, dass sich immer mehr menschen gedanken über den zustand unseres planeten bzw. der darauf herrschenden ökonomie machen.
    doch das wars jetzt mit der nutellaseite meiner kritik. 😉
    die schlussfolgerung „für jedes neue teil muss ein altes gehen“, halte ich jedoch für etwas zu kurz gegriffen. oberflächlich mag sich ja ein trendiges „minimalismus gefühl“ einstellen, nachhaltig oder umweltschonend ist diese herangehensweise bei weitem nicht.
    da wärs‘ schon besser, kleidung so lange zu tragen, bis sie einem „abfällt“, und trends ab und an mal auszulassen.
    wie gesagt, ich finde es gut, dass du dir gedanken machst, aber den letzten satz würde ich noch einmal überarbeiten.
    viel spaß noch beim weiteren nachdenken.
    lg
    lena

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    1. Liebe Lena,

      vielen lieben Dank für dein ehrliches Feedback. Du hast natürlich recht mit dem was du schreibst, da habe ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt 😉 Ich wollte damit eher sagen, dass ich darüber nachdenken sollte bevor ich mir etwas kaufe, welches Teil das ich bereits besitze „opfern“ würde. Dann würde man sich vielleicht weniger oft dazu verleiten lassen etwas zu kaufen, wenn man jetzt nur in Gedanken ein Kleidungsstück dafür weggeben müsste. Damit wollte ich natürlich nicht suggerieren, dass ich bei jedem Kauf ein anderes Teil wegwerfe.. 😉 Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und freue mich, wenn du mal wieder auf meiner Seite vorbeischaust. LG

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  5. Liebe beatricella
    Ich seh das genauso !!!
    Oft MUSS etwas einfach mit weil es a) grad sooo billig (was sich nachher oft – da es kaum getragen wird – als gar nicht so günstig herausstellt) und b) einfach sooo trendy ist. Dass das dann oft auch die Sachen (egal ob Mode oder lidschatten) sind, die nach wenigen Malen Verwendung gaaaanz hinten im Kasten / ganz unten in der „Schminkkiste“ landen, ist eine weitere Bestätigung dafür, dass man nicht IMMER ALLES SOFORT kaufen muss…
    alles liebe dir u Hut ab vor deinen Überlegungen
    Ulrike

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