Ausprobiert: 5 Tage ohne Kaffee

Habt ihr euch schon mal gefragt wie es sich anfühlt, eine Woche lang eine bestimmte Sache zu tun, oder aber sein zu lassen? Ich schon, aber meistens fehlt mir die nötige Selbstdisziplin, um es dann auch richtig durchzuziehen. Doch nicht dieses Mal!

Ich finde es ist nie zu spät, um sich selbst herauszufordern, deshalb habe ich diese Woche ein Experiment gewagt: 5 Tage ohne Kaffee. In diesem Blogpost erzähl ich euch ein bisschen, wie ich mich so gefühlt habe und welche Tipps ich für euch habe. Ganz unten findet ihr auch ein Video, indem ich euch die Woche lang mitgenommen habe.

Dazu muss ich aber sagen, dass ich Kaffee liebe. Ich bin jetzt nicht so der Kaffee-Junkie wie manche, die 5-6 Tassen pro Tag brauchen, aber meine zwei Tassen brauch ich schon, um nicht auf dem Schreibtisch einzuschlafen. Was ich an Kaffee mag? Irgendwie schmeckt er einfach (zumindest wenn man ihn mit genug Milch oder Zucker trinkt). Kaffee gibt den nötigen Energiekick, wenn man ihn dringend benötigt und ich fühl mich einfach produktiver mit dem Getränk. Doch auf der anderen Seite hat Kaffee auch viele Nachteile. Er lässt den Blutzuckerspiegel enorm schnell ansteigen, doch genauso schnell sackt der auch wieder ab. Er kann die Zähne gelb verfärben und zu vermehrtem Schwitzen führen. Ich wollte einfach mal schauen, wie es so ist, ganz ohne Kaffee den Alltag zu bestreiten und ob ich vielleicht sogar dauerhaft verzichten könnte! Wie es mir gegangen ist, erfahrt ihr jetzt!

 

MONTAG

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Zunächst mal muss ich sagen, Montage sind so oder so nicht unbedingt toll. Dementsprechend schlimm war es für mich auch, als ich aus dem Schlaf gerissen wurde, um 06:00. Normalerweise ist der erste Gang für mich, der zur Kaffeemaschine, doch nicht an diesem Tag. Nachdem ich meine morgendliche Badroutine beendet hatte, war der nächste Gedanke: „Was trink ich denn jetzt?“ Im Winter ist ja Tee okay, aber bei den doch eher warmen Temperaturen momentan, wäre dieser nicht unbedingt meine erste Wahl. Da mir aber nichts anderes eingefallen ist, hab ich mir dann doch einen Tee gemacht und bin dann im Halbschlaf zur Arbeit aufgebrochen. Nach acht extrem langen Stunden konnte ich endlich nach Hause und ich muss sagen, mir ist es gar nicht gut gegangen. Stechende Kopfschmerzen haben mich geplagt, ich war null konzentriert und war obendrein auch noch sehr, sehr langsam. Todmüde und mies gelaunt war dann der Tag, um gerade mal kurz nach halb neun für mich beendet.

 

DIENSTAG

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Wesentlich besser ist es mir am folgenden Tag gegangen. Die Kopfschmerzen waren dahin und ich bin wacher als am ersten Tag gewesen. Was mir allerdings aufgefallen ist, ich hab gleich am Morgen auf mein Frühstück verzichtet, so ganz ohne Kaffee? Ich bin so in meiner morgendlichen Routine drinnen, dass ich gar nicht so richtig gewusst habe, was ich mir zum Frühstück machen soll und bin dann ohne aus dem Haus gegangen. Ich hab gelesen, dass man heißes Zitronenwasser am Morgen trinken soll, das war dann mein Kaffee-Ersatz, nicht so wahnsinnig befriedigend. Zu meiner großen Überraschung, bin ich wacher durch den Tag gegangen. Meine Gedanken kreisten zwar trotzdem noch stündlich um den Gedanken: „Jetzt ist es 15:00. Ein Kaffee wär jetzt toll!“ Doch ich habe dem Drang widerstanden und bin ziemlich stolz über meine Leistung nach Hause gegangen. Ich bin sogar länger wach geblieben, um 22:00 war dann aber doch Schluss für mich.

 

MITTWOCH

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Dieser Tag war eigentlich der Beste, der Woche. Ich bin vor dem Wecker klingeln wach geworden, okay es gab kein Frühstück für mich, aber ich bin um einiges schwungvoller zur Arbeit gefahren, als zuvor. Ich habe weniger Konzentrationsschwierigkeiten gehabt und mir Kokosnusswasser gegönnt. Mir ist aber aufgefallen, dass ich insgesamt viel weniger in diesen drei Tagen getrunken habe, wie sonst. Keine Ahnung, ob das irgendeinen Zusammenhang zum Kaffee hat, aber so ist es gewesen. Am Abend bin ich noch auf einer Filmpremiere gegangen und glücklicherweise nicht eingeschlafen.

 

DONNERSTAG

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Nach der Arbeit, die ich nebenbei gesagt ganz gut überstanden habe, habe ich wieder ein bisschen recherchiert, was man gegen die Müdigkeit so alles machen kann. Neben ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, habe ich auch herausgefunden, dass Sport helfen soll. Ich war schon ewig nicht mehr im Fitnessstudio und hab mich dann für ein kürzeres Workout, von knapp 15 Minuten, entschieden. Motiviert war ich nicht unbedingt, aber definitiv wacher. Was mir noch aufgefallen ist, dass ich über den Tag hinweg leichter reizbar gewesen bin, als sonst. Mich haben viele Kleinigkeiten extrem genervt, über die ich sonst eher hinweg gesehen hätte.

 

FREITAG

Yeah, der letzte Tag ist endlich angebrochen und die Arbeitswoche hat sich dem Ende zugeneigt. Mit vollem Elan bin ich zur Arbeit gegangen und war super motiviert und wach. Ein Arbeitskollege hat mir dann allerdings eine Schokolade angeboten, die ich natürlich sehr gern angenommen habe und bin erst später drauf gekommen, dass das eine spezielle koffeinhaltige Schokolade gewesen ist. Okay, an diesem Tag bin ich also nicht komplett ohne Koffein ausgekommen und doch bin ich auf meine Leistung stolz.

 

FAZIT

Die Woche hat sich extrem gezogen und ich habe oft den Drang verspürt auf das Experiment zu verzichten und mir meinen geliebten Cappuccino zu machen. Aber: Ich habe es geschafft! Ich hab mir ehrlich gedacht, dass es sich schwieriger gestaltet und dass ich fix schon Mitte der Woche aufgebe. Ich habe auch gemerkt, wie wichtig mir Kaffee eigentlich ist und welchen Stellenwert er in so vieler Leben hat. Eigentlich habe ich kaum positive Effekte bemerkt, abgesehen davon, dass ich wie ein Baby geschlafen habe, haben die negativen Effekte eindeutig überwogen.

 

Hier könnt ihr auch mein Video ansehen! Da nehme ich euch die fünf Tage lang mit der Kamera mit und ihr könnt sehen, wie es mir so gegangen ist.

Habt ihr schon mal komplett auf Kaffee verzichtet? Schreibt mir gerne ein Kommentar, ich würde mich freuen.

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6 Kommentare zu „Ausprobiert: 5 Tage ohne Kaffee

  1. Sehr tolles „Experiment“ & das Video finde ich besonders gut gemacht. Mir geht es gleich wie dir: morgens brauche ich meine Tasse Kaffee zum munter werden. Auch nach dem Mittagessen trinke ich für gewöhnlich einen Espresso. Seit längeren versuche ich aber, meinen täglichen Kaffegenuss auf eine Tasse zu reduzieren, bis jetzt eher kläglich.
    Liebe Grüße, Sabrina von tragischmagisch

    Gefällt 1 Person

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