Versagensangst

Ein normaler Tag, wie jeder andere. Sophie geht ins Büro und freut sich schon jetzt, wenn es endlich 16:00 Uhr ist und sie diesen Ort wieder verlassen kann.

Eigentlich ist sie ein fröhlicher, lebenslustiger Mensch. Doch in letzter Zeit geht sie nicht mehr so gern in die Arbeit. Ihr Chef macht sie fertig, kritisiert sie und sagt ihr, dass sie sowieso nix kapiert und zu dumm für alles ist. Anfangs prallen diese Aussagen noch an ihr ab, doch umso öfter sie diese Gemeinheiten hört, desto leichter glaubt sie, dass sie wirklich nichts kann. Sie ist unglücklich und quält sich nur noch Tag für Tag in die Arbeit. Ihr Selbstwertgefühl ist gleich Null und sie zieht sich immer mehr zurück. Sie wusste schon immer, dass sie nicht so toll, so schön, oder so erfolgreich wie ihre Freunde ist. Eigentlich wollte Sophie ganz etwas anderes machen, sie ist kreativ und liebt es zu zeichnen. Doch bis jetzt hat sie sich nie überwunden, ihre Bilder mit der Welt zu teilen. Die Angst ausgelacht oder verspottet zu werden, ist für sie zu groß und so bleibt Sophie noch viele weitere Jahre in ihrem Job und das unglücklich.

Vielleicht erkennen sich manche in dieser Geschichte wieder, Angst vor dem Versagen hatte oder hat wohl jeder von uns. Egal ob es sich um Kleinigkeiten handelt und man davor Angst hat, vor einer großen Menschenmenge etwas vorzutragen, oder aber einen Jobwechsel aus dem Weg geht, aus der Angst heraus etwas neues zu probieren und dann zu versagen. Wie so vieles andere auch, liegt der Schlüssel zum Glück in der Überwindung dieser Angst. Jeder hat irgendetwas, dass er besonders gut, oder aber überhaupt nicht kann. Selbstvertrauen in sich selbst haben. Das ist das Wichtigste, was man tun kann. Ich selbst bin auch ein sehr schüchterner Mensch und tu mir anfangs immer sehr schwer neues zu akzeptieren oder mich spontan zu geben. Doch was hilft, ist einfach davon auszugehen, dass es funktioniert. Egal ob es eine neue Herausforderung ist, oder etwas, dass man unbedingt machen möchte.

Die negativen Gedanken einfach ausblenden und so tun, als würde alles schon irgendwie funktionieren. Das Gehirn glaubt das nämlich nach kurzer Zeit wirklich. Es bringt nichts, wenn man sich selbst immer wieder sagt, das schaffe ich nicht, oder das könnte passieren, wenn ich das oder jenes mache. Das beste Mantra ist:

„FAKE IT, TILL YOU MAKE IT“

Das habe ich irgendwo mal gelesen und fand diesen Spruch so super, dass ich ihn gleich übernommen habe. Klingt vielleicht blöd, aber hilft wirklich. Man muss sich einfach so geben, als würde man die Dinge die man macht super können, irgendwann ist es dann auch so und man braucht sich nicht mehr mit diesen negativen Gedanken zu umgeben, die einem sagen, dass man es sowieso nicht schafft. Egal ob im Job oder im Privatleben. Doch das bedeutet auch, sich von Dingen zu trennen, die einem nicht gut tun. Egal ob das Personen sind, die einen noch weiter runter ziehen, oder es aber zum Beispiel der Job ist, der einen unglücklich macht.

Wir haben nur dieses eine Leben, dass sollte man sich immer wieder ins Gewissen rufen. Niemanden bringt es etwas, wenn man unglücklich ist, oder Chancen nicht ergreift, wenn sie sich für einen auftun. Was am Ende bleibt sind die Dinge die wir erlebt haben und nicht die Dinge, die wir aus Angst vor dem Versagen nicht ausprobiert haben!

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2 Kommentare zu „Versagensangst

  1. Wunderbarer blogpost! Gefällt mir sehr. Er ist einfühlsam geschrieben und wird auch möglicherweise als nachahmenswerte Anleitung angenommen… Falls du Psychologie studieren solltest, würde i c h sagen: passt genau! 😉

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