Was wir von Kindern lernen können

Kinderlachen ist das Schönste auf der Welt. Oft sehe ich Kinder im Park spielen und merke wie ich sie beneide. Ich beneide sie um diese Fröhlichkeit, diese Unbeschwertheit von der im Erwachsenenalter meistens kaum noch etwas vorhanden ist. Als Kind war alles besser.

Ich wünschte ich wüsste wohin meine Reise noch geht und bin gleichzeitig froh, es nicht so genau zu wissen. Als Kind hatte man nie an irgendetwas Zweifel. Man tat das worauf man Lust hatte ohne darüber nachzudenken was andere von einem halten würden oder welche Konsequenzen es hatte. Man sprang in eiskalte Bäche, einfach weil es Spaß machte. Eine Woche später hatte man dann vielleicht eine Lungenentzündung, aber es war einem egal, weil es in dem Moment einfach Spaß machte. Ich fragte mich schon früher immer warum Erwachsene immer ein so ernstes Gesicht aufsetzten und kaum lachten. Sie sprachen immer nur über irgendwelche Themen und taten nichts, nur Gespräche führen, die teilweise Stunden über Stunden dauerten und das empfand ich als Kind extrem langweilig. Man schwor sich, nie so zu werden. So ernst, so langweilig. Doch man wird älter und verliert auf der Reise immer mehr von dieser kindlichen Gelassenheit, dieser Unbeschwertheit, die man doch genau dann eigentlich am meisten brauchen könnte.

Älter werden war als Kind DIE Priorität Nummer eins. Auch so zu sein wie die Älteren, das tun zu dürfen was sie taten. Als Kind verstand man nicht, warum die Erwachsenen immer sagten freu dich nicht aufs älter werden, ab einem gewissen Punkt verstand man diese Worte besser als je zuvor. Man wird in die Welt regelrecht gestoßen und muss so sein wie andere es von einem erwarten. Nicht zu kindisch, ernster, einfach erwachsen. Doch was bringt einem diese Zeit auf Erden wenn man sie so verbringen muss? Ohne Spaß und immer darauf bedacht was andere von einem denken, ob sie einen akzeptieren oder eben nicht? Man sollte einfach so sein wie man es selbst für richtig hält. Man sollte mehr lachen auch wenn es vielleicht nicht angebracht ist, man sollte durch die Gegend tanzen auch wenn andere einen vielleicht für verrückt halten. Wir können nämlich mehr von den Kindern lernen als wir es vielleicht glauben, den sie gehen optimistischer, gelassener und fröhlicher durchs Leben als so mancher Erwachsene….

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6 Kommentare zu „Was wir von Kindern lernen können

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  2. Ich bin so froh, dass ich das Kind in mir nie verloren habe und es mir ziemlich egal ist, ob ich mich jetzt „erwachsen“ genug benehme, ich laufe noch immer aus Spaß durch den Regen, fahre ins Disneyland und tu das was mir gefällt. Es ist glaube ich harte Arbeit, aber man kann das Kind in sich wiederfinden, wenn man es verloren hat. Ein wunderschöner Beitrag, der wirklich zum Nachdenken anregt, vielen lieben Dank dafür. Allerliebste Grüße, x S.Mirli (http://www.mirlime.com)

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